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In vielen Arbeitskreissitzungen ging es um die Frage, was man eigentlich alles können muss, wenn man mit Kindern draußen arbeiten will. Sicherlich gehören eine positive Einstellung zur Natur und eine gewisse Wetterfestigkeit unbedingt dazu. Aber muss man auch jeden Baum und jedes Tier benennen können? Braucht es erst eine „Naturausbildung“, bevor man mit Kindern den Wald oder die Wiese erleben kann?
Die Erfahrungen geben hier eine ganz klare Antwort: neben den oben genannten Fähigkeiten sind es vor allem Interesse und eine gewisse Neugierde, Begeisterungsfähigkeit und Freude an der Natur, die zum absolut notwendigen Gepäck draußen gehören.Wissen kann man sich, auch gemeinsam mit den Kindern, aneignen und Bäume kann man auch bestaunen und begreifen, wenn man nicht ganz sicher ist, wie dieser Baum heißt. Es kommt auf das gemeinsame Erleben und Erfahren an.
Schulgärten sind multifunktionale Lernorte. Sie vermitteln Kompetenz in Sachen Umwelt, Ernährung und Gesundheit, fördern soziale Kompetenzen, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein (BAG Schulgarten e. V. im Rahmen des Cottbuser Appels 2015).
Früher hatte nahezu jede Schule aus mehreren Gründe ihren Schulgarten. So konnte das Klassenzimmer flugs ins Grüne verlegt werden. Dies ist heute zumeist nicht mehr so leicht. Anlass für das Gemeinschaftswerk Natur und Umwelt Rhein-Kreis Neuss e. V., einen Arbeitskreis Schulgarten zu bilden. Mit 11 teilnehmenden Schulen aus dem Kreisgebiet wurden in zwei Staffeln auch anhand bestehender Schulgärten die Motivation und die Grundlagen für die Schulgartenarbeit analysiert, Schulgärten angelegt und die Basis für deren Pflege und Bestand entwickelt. Und lecker geschmeckt haben die Früchte dieser Arbeit auch noch!